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3D-Druck: Das Haus, dass 4.000 US-Dollar kostet

[ Was wäre, wenn man den technischen Fortschritt dazu nutzen würde, Not zu lindern?


Knapp die Hälfte der Bevölkerung von El Salvador lebt unterhalb der Armutsgrenze, was sich auch auf die Wohnsituation vieler Bürger des zentralamerikanischen Staates niederschlägt, die teilweise in selbstgezimmerten Hütten ohne Zugang zu sauberem Wasser hausen. „New Story“, eine gemeinnützige Organisation aus dem Silicon Valley, will sich diesem Problem jetzt annehmen – mithilfe eines riesigen 3D-Druckers.


In den vergangenen 20 Jahren haben das Internet und der Mobilfunk grundlegend verändert, wie Menschen miteinander kommunizieren und Informationen untereinander austauschen. Jetzt schickt sich der 3D-Druck an, unsere Produktion zu revolutionieren: Raus aus den Fabriken, hinein in die schöpferischen Hände lokaler Manufakturen: Von der kleinen Pille über gedruckte menschliche Herzen bis zu ganzen Häusern – der 3D-Drucker fordert die Kreativität heraus und ermöglicht es Menschen überall auf der Welt, günstig individuelle Lösungen aus ihrer Gemeinschaft heraus zu erschaffen.


Gerade mal 24 Stunden benötigt der - gemeinsam mit dem Technologie-Startup „Icon“ entwickelte - 3D-Drucker, um ein einstöckiges Haus herzustellen. Als Material kommt dabei Zement zum Einsatz. Auch wenn Fenster und Dächer weiterhin manuell installiert werden müssen und auch das Fundament nach wie vor auf herkömmliche Weise gegossen wird, so liegt der eigentliche Clou doch im Preis: Nur 4.000 US-Dollar soll ein auf diese Art und Weise erstelltes Gebäude kosten.


Wenn alles nach Plan verläuft, dann will New Story ab dem 31. Mai 2018 damit beginnen, die ersten 100 Häuser in El Salvador zu drucken. Die Kosten sollen durch Spenden abgedeckt werden. Wer 4.000 US-Dollar für ein Haus aufbringt, soll anschließend über eine Profil-Website die Familie kennenlernen können, die in dem Gebäude leben wird.


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Quelle Bild: istockphoto

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